Die HFWbern.ch baut ihre Praxisleuchttürme aus

Die HFWbern.ch ist in der Region Bern ein starker Brand. Das verdankt sie auch der Tatsache, dass sie über die Jahre immer wieder weiterentwickelt wurde, um neuen beruflichen Anforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden. Auf Frühling 2019 stehen wiederum grosse Neuerungen an: Mit innovativen Unterrichtsformen wird Bildung stärker erlebbar gemacht und der Kompetenztransfer vorangetrieben.

«Die Studierenden der HFWbern.ch sollen im Rahmen ihrer Weiterbildung die Herausforderungen anpacken können, die sie im Berufsalltag beschäftigen. Dies ist eine Win-win-Situation für alle.»

Christian Messerli, Mitglied der Geschäftsleitung
der HFWbern.ch

Seit über 50 Jahren ist die HFWbern.ch HR-Fachleuten, CEOs und Linienverantwortlichen sowie Personalberaterinnen und -beratern ein Begriff: Der Bildungsgang steht für eine zeitgemässe betriebswirtschaftliche und praxisorientierte Weiterbildung, die es ihren Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, ihr Können in einer Vielzahl von Funktionen einzubringen. Entsprechend begehrt sind Stellensuchende, die in ihrem Lebenslauf einen Abschluss der HFWbern.ch vorweisen.
Die neue dreiköpfige Geschäftsleitung der HFWbern.ch unter der Führung von Christian Messerli hat den Bildungsgang gemeinsam mit dem Leiter Weiterbildung Thomas Kölliker denn auch aus einer Position der Stärke weiterentwickelt. Ziel ist es, den Studierenden und ihren Arbeitgebern ab Ausbildungsbeginn Frühling 2019 noch mehr Nutzen zu bieten, sich von der Konkurrenz deutlicher abzuheben und gleichzeitig die Ansprüche der jüngeren Generationen zu berücksichtigen, die interaktive Unterrichtsformate bevorzugen. Für die HFWbern.ch sind solche Neuerungen nichts Ungewöhnliches: Die Verantwortlichen haben im Laufe der Zeit immer wieder Anpassungen vorgenommen, um die Marke HFWbern.ch noch stärker zu etablieren. Dennoch ist die jetzige Umgestaltung ein bedeutender Schritt.

Einbezug der Arbeitgeber

Inhaltlich und im Einklang mit dem gültigen Rahmenlehrplan wird die HFWbern.ch jenen Bereich ausbauen, der sie schon jetzt auszeichnet: ihre einmaligen Praxisgefässe. Dazu zählen der Praxis-Pitch, bei dem die Studierenden in Teams gegeneinander antreten und einem echten Auftraggeber Lösungen für dessen Problem präsentieren, und ein Simulationsspiel, bei dem die Studierenden ein Unternehmen führen müssen.
Freiwillig, aber sehr begehrt, ist die Studienreise nach China. Die Teilnehmenden erleben dabei hautnah mit, was es für Schweizer Unternehmen heisst, im Reich der Mitte tätig zu sein. «Diese Praxisleuchttürme wollen wir um neue Gefässe erweitern, mit denen wir Bildung noch besser erlebbar machen. Damit setzen wir unsere Entwicklung weg vom reinen Wissensanbieter hin zu einer Plattform fort, auf der die neuen Kenntnisse direkt angewendet werden», sagt Christian Messerli. Die noch grössere Nähe zur Praxis ermöglicht einen verstärkten Kompetenztransfer. Denn Fragen tauchen meist erst auf, wenn man das neu erworbene Wissen erstmals anwenden möchte. Für die neuen Gefässe will Christian Messerli die Arbeitgeber der Studierenden gewinnen: «Die Studierenden der HFWbern.ch sollen im Rahmen ihrer Weiterbildung die Herausforderungen anpacken können, die sie im Berufsalltag beschäftigen. Die Arbeitgeber erhalten sozusagen kostenlose Beratungsleistungen. Dies ist eine Win-win-Situation für alle.»
Die inhaltliche Neuausrichtung hat Auswirkungen auf die Lehrgangsplanung und die Unterrichtsgestaltung. «Wenn Studierende im Unterricht aktiv sein sollen, müssen wir dies in unserer Methodik und Didaktik berücksichtigen», sagt Christian Messerli. Die Dozentinnen und Dozenten werden in Zukunft deshalb vermehrt in die Rolle von Coachs schlüpfen, die ihren Studierenden nicht nur die fachliche, sondern auch die persönliche Weiterentwicklung ermöglichen. Zudem werden sie sich stärker untereinander austauschen, damit sie an den Unterricht ihrer Kolleginnen und Kollegen anknüpfen können. «Die Fachverantwortlichen sind hier sehr gefordert und zusammen mit den Dozierenden wichtige Säulen unserer Neuausrichtung», sagt Christian Messerli.

Engagierter Beirat

Die Geschäftsleitung der HFWbern.ch hat die Weiterentwicklung nicht nur intern abgestützt, sondern auch mit einem neu geschaffenen Beirat diskutiert und austariert. Der Beirat setzt sich aus früheren Absolventinnen und Absolventen des Bildungsgangs zusammen, die der HFWbern.ch nach wie vor sehr verbunden sind. Sie haben in Unternehmen verschiedener Branchen Leitungsfunktionen inne und können genau einschätzen, welche Kompetenzen in der Wirtschaft gefragt sind. «Wir haben die Entwicklung weg von der reinen Wissensvermittlung hin zum Studium, das auf die Anwendung von Kompetenzen fokussiert, von Anfang an unterstützt», sagt Beirätin Corinne Mürner, die beim KMU-Produktionsbetrieb Stebler den Bereich Marketing und Verkauf leitet und Mitglied der Geschäftsleitung ist. Sie schätzt die Offenheit, mit der die Geschäftsleitung der HFWbern.ch die Anliegen des Gremiums aufnimmt: «Es freut mich, dass der Beirat mit seinen sehr unterschiedlichen Ansichten einen Beitrag zur Zukunft der HFWbern.ch leisten kann.»