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«Die Interdisziplinäre Projekt­arbeit und die Interdisziplinären 
Arbeiten in den Fächern machen positive Bildungserlebnisse möglich, weil sie die Lernen­den unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu Erfolgen befähigen.»

Fritz Zulliger, Verantwort­licher Interdisziplinäre Arbeiten (BM) bei der WKS KV Bildung

Unter Hochdruck zum Erfolg

Die Lernenden der Berufsmaturität bei der WKS KV Bildung üben in interdisziplinären Gruppenarbeiten, sich unter Zeitdruck in ein Thema zu vertiefen, in einem Team zusammenzuarbeiten und Ergebnisse zu liefern. Diese Erfahrungen bereiten sie auf die Arbeiten vor, die sie an den Fachhochschulen verfassen werden.

 

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Wie lässt sich das Berner Nachtleben aufpeppen? Diese Frage wählten vier Lernende der Berufsmaturität für ihre gemeinsame Interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) aus. Sie befragten Jugendliche nach ihren Wünschen betreffend Ausgang, erstellten ein Konzept und nutzten dieses für die Organisation einer Party. Bei den Gästen holten sie Feedbacks zum Anlass und Verbes­serungsvorschläge ein. Selbst eine Finanzplanung legten die vier Lernenden vor. Ein solches Engagement bei der Interdisziplinären Projektarbeit ist kein Einzelfall: Eine andere Gruppe setzte sich mit dem Thema Prostitution auseinander. Die Lernenden befassten sich mit den Auswirkungen einer liberalen bzw. restriktiven Gesetzgebung und beleuchteten die juristischen Aspekte der Arbeitsbedingungen wie Arbeits­verträge und Kündigungsschutz. Zu diesem Zweck interviewten sie Vertreter der Gewerbepolizei, Prostituierte und Freier. Zwei weitere Gruppen erstellten einen Imagefilm über die Berufsmaturität. 

Ein Strauss von Handlungskompetenzen 

Die Interdisziplinäre Projektarbeit ist das Pendant der Maturarbeit an den Gymnasien. Sie gilt als Paradebeispiel für den Erwerb von Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Flexibilität, die in der Arbeitswelt immer stärker an Bedeutung gewinnen. «Die Lernenden trainieren das vernetzte Denken, indem sie Gelerntes aus verschiedenen Disziplinen verbinden. Sie entwickeln Eigeninitiative und erstellen eine Zeitplanung, denn sie bestimmen selbst, wann und wo sie sich mit ihrer Interdisziplinären Projektarbeit beschäftigen wollen. Allerdings besteht Zeitdruck, sodass sie fokussiert und ergebnisorientiert vorgehen müssen. Um sich innerhalb ihrer Gruppe zu organisieren und am Schluss ein gutes Ergebnis vorlegen zu können, brauchen die Lernenden zudem Flexibilität und Sozialkompetenz. Die Interdisziplinäre Projektarbeit bringt die Lernenden beim Erwerb all dieser Handlungskompetenzen einen grossen Schritt weiter», erläutert Fritz Zulliger, Verantwort­licher Interdisziplinäre Arbeiten (BM) bei der WKS KV Bildung. Inhaltlich sind die Arbeiten bewusst breit gefächert, denn Fritz Zulliger lässt den Lernenden bei der Themenwahl sowie bei der Entwicklung und Verfolgung eigener Ideen viel Freiraum. 

Um die Lernenden an die Anforderungen der Interdisziplinären Projektarbeit heranzuführen, sind je nach Berufsmaturitätstyp drei oder vier Interdisziplinäre Arbeiten in den Fächern (IDAF) vorgesehen. Diese sind eine Art Trainingseinheiten, die mindestens zwei Disziplinen verbinden. Die Lernenden müssen zum Beispiel für die Fächer Wirtschaft und Recht sowie Rechnungs­wesen einen einfachen Businessplan erstellen, der nebst der Geschäftsidee sowie den Markt- und Produktzielen die Buchführung über ein ganzes Jahr samt Geschäftsabschluss mit einer kurzen Bilanz- und Erfolgsanalyse umfasst. Für das Fach Wirtschaft und Recht sowie Deutsch besteht die Aufgabe darin, eine in den Medien thematisierte wirtschaftliche Aktualität anhand theoretischer Kenntnisse, die im Unterricht erarbeitet wurden, zu erklären und zusammenzufassen sowie die Ergebnisse vor der Klasse zu präsentieren.

Bereit für den weiteren ­Bildungsweg 

Die Gruppenarbeiten dienen jedoch nicht nur dazu, die Wissens-, Sozial- und Methodenkompetenz der Lernenden der Berufsmaturität im Hinblick auf ihr Berufsleben zu stärken. «Die Interdisziplinäre Projektarbeit und die Interdisziplinären Arbeiten in den Fächern machen positive Bildungserlebnisse möglich, weil sie die Lernenden unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu Erfolgen befähigen», sagt Fritz Zulliger. Und sie bereiten die Lernenden auf ihren weiteren ­Bildungsweg vor, denn an den Fachhochschulen werden sie verschiedene Seminararbeiten sowie eine Bachelorarbeit verfassen müssen. Dank der WKS KV Bildung sind die angehenden Studierenden gut für diese Herausforderungen gewappnet. 
 

Einem breiten Publikum bekannt machen 

Etliche Interdisziplinäre Projektarbeiten greifen Themen auf, die für die Kunden und Mitarbeitenden der WKS KV Bildung von Interesse sind. Die Abteilung Marketing, Kommunikation und Verkauf unterstützt Lernende deshalb bei der Publikation der Arbeiten. Die Mitarbeiterinnen veröffentlichen Posts und Videos der Lernenden auf den Sozialen Medien und weiteren digitalen Kanälen. So wurden zum Beispiel die beiden Imagefilme zur Berufsmaturität auf der Website und auf YouTube aufgeschaltet. «Beiträge von Lernenden für Lernende ergänzen unsere Kommunikation und sind deshalb sehr willkommen», sagt Nicole Berner, Leiterin Marketing, Kommunikation und Verkauf. Die Mitarbeiterinnen produzieren zudem vereinzelt Kurzfilme und Bilder zu Aktionen, welche die Lernenden für ihre Interdisziplinären Projekt­arbeiten durchführen.